ALENA unterwegs – Bericht

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Wangeliner Garten – Mandala

„Die Landschaft war leergefegt. Alles was im Weg stand, wurde weggeräumt.“ So beschreibt Klaus Hirrich vom Verein zur „Förderung ökologisch-ökonomisch angemessener Lebensverhältnisse westlich des Plauer Sees e.V.“ (Fal e.V.) die Region in den Wendejahren rund um Wangelin und Gnevsdorf.

Die Teilnehmer der „ALENA unterwegs“ – Fahrt am Samstag, 23.04.2016 haben jedoch etwas anderes vorgefunden. Seit 26 Jahren engagiert sich der FAL e.V. (www.fal-ev.de) für die Menschen und die Landschaft und hat seitdem erfolgreich Projekte umgesetzt, Arbeitsplätze geschaffen und u.a. die Landschaft wieder zum Blühen gebracht.

Auf einem ehemaligen Bombenabwurfgelände in Wangelin wurden ein  Lehmbaumuseum und die Wangeliner-Gärten emsiger Arbeit vom Verein auf- und ausgebaut. Die Reisegruppe von ALENA konnte diese Arbeiten, die auch mit der Rettung kaputter Bausubstanz einherging und dem Aufbau von vielen Lehmbauten und Lehmöfen der verschiedenen Bauweisen nun bestaunen und Bewundernd  zur Kenntnis nehmen.

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Wangeliner Garten

Der „Wangeliner Garten“ ist eines der gelungenen Projekte. Der knapp zwei Hektar große Garten ist inzwischen der größte Kräutergarten Mecklenburg-Vorpommerns. Im Schaugarten lassen sich zahlreiche Heilkräuter, alte Obstsorten und die typischen Pflanzen eines Bauerngartens sowie Kunstobjekte und ein Mandala aus Naturmaterialien entdecken. Der Wangeliner Garten ist das „Herzstück“, so Klaus Hirrich, von dem die ganze Umgebung profitiert.

In Gnevsdorf steht das einzige Lehmmuseum Deutschlands. Als Museum dient eine Feldsteinscheune als das älteste Gebäude von Gnvesdorf. Auf dem Gelände des Wangeliner Gartens finde Kurse rund um Lehm finden statt. Dort können auch verschiedene Lehmbauten besichtigt werden. Lehm speichert nicht nur Feuchtigkeit und sorgt für ein gesundes Raumklima, es werden auch Gerüche und Dämpfe vom Lehm absorbiert. Außerdem bietet der Verein eine anerkannte Ausbildung zum „Gestalter für Lehmputze“ an. Neben traditionellen Verarbeitungsmethoden werden neue Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für moderne Lehmbauten, vermittelt.

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Teilnehmer der ALENA – Fahrt im Lehmmuseum Gnevsdorf

Die vernetzten Aktivitäten von ALENA zeigen immer deutlicher, wie wichtig die Zusammenarbeit in Bezug auf den demographischen Wandel im ländlichen Raum ist.

Auf verschiedenen Ebenen hat sich ALENA in letzter Zeit aktiv an richtungsweisenden Entwicklungen beteiligt und auch über den Landkreis Uelzen hinaus seine Vorstellungen mit eingebracht. Bleibt von besonderem Interesse, wie in anderen Regionen des Landes auf den demographischen Wandel reagiert wird.

Bei Alena e. V. liegen die Aktivitäten zurzeit schwerpunktmäßig bei der Planung zu einem notwendigen Leerstandskataster für den gesamten Landkreis Uelzen. Dahinter steht die Frage, wie Abwanderung verhindert werden kann und möglicher Zuzug attraktiv wird.

Neben Radfahrten, die für das Leerstandskataster werben sollen, hat ALENA aber auch einzelne Projekte im Landkreis Uelzen besucht und würde diese Initiativen  gerne miteinander vernetzen.

Aber auch durch Teilnahme und Mitgliedschaft im „Forum Wohnen“ wird nach Möglichkeiten gesucht wie sich neue Wohnformen für ältere Menschen u.a. auch in Mehrgenerationsprojekten gerade auf dem Land individuell und kostengünstig realisieren lassen. Hierzu hat das „Forum Wohnen“ gerade seine aktuelle Broschüre vorgestellt, die unter: www.fgw-ev.de heruntergeladen werden kann oder dort als gedrucktes Exemplar bestellt werden kann.

Der Kontakt zur Dorfgemeinschaft Güntersen, der bei einem Besuch im letzten Sommer geknüpft werden konnte, entwickelt sich positiv. Eine Gruppe von rund 20 Aktivisten werden ALENA im Juni besuchen und sich hier vor Ort über verschiedene Aktivitäten informieren. Neben der Woltersburger Mühle, wird auch die „Hofgemeinschaft Alter Kirchweg“ in Altenebstorf besichtigt werden.

 

 

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